Slicer Software

Slicer Software

Slicer Software

Der Prusa Slicer


In diesem Artikel möchte ich dir verschiedene Slicer Software für deinen 3D-Drucker vorstellen. Als erstes möchte ich dir in diesem Falle die Slicer Software PrusaSlicer vorstellen, die alles notwendige beinhaltet, um eine G-Code-Datei für deinen 3D Drucker zu erzeugen.

PrusaSlicer ist vom Hersteller des 3D Druckers Prusa MINI. Eine Slicer Software bei einem 3D-Drucker dient dazu, das vorliegende 3D-Modell in 2D-Schichten zu zerlegen, die dann gedruckt werden sollen. In der Slicer Software erzeugst du also Informationen über das Aussehen und die Gestaltung jeder einzelnen, hauchdünnen Schicht, die der Drucker drucken soll. In diesem Falle geschieht das mit Hilfe des PrusaSlicer.

Und das kannst du eben mit dem PrusaSlicer generieren. Das heißt – und das noch vorweg – eine Slicer Software ist nicht das Programm, mit dem sich ein 3D-Modell erstellen bzw. modellieren lässt. Das muss mit anderer Software erledigt werden.

PrusaSlicer ist speziell für die verschiedenen Prusa-Drucker entwickelt worden, ist komplett kostenlos und für PCs, Mac und Linux verfügbar. Die Oberfläche ist relativ simpel gestaltet, was das Bedienen sehr einfach macht. Nach dem Start des PrusaSlicer hast du in der Mitte ein Abbild deines Druckbetts, welches genau mit dem Druckbett deines physischen 3D Druckers übereinstimmt.

An der Seite hast du die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, die du unterschiedlich erweitern kannst. Wie das genau aussieht, zeige ich dir im Videokurs ganz genau. Du hast ebenfalls verschiedene Tools, um die Oberfläche und Ansicht zu bearbeiten. Ebenso finden sich Druck- und Filamenteinstellungen auf der Hauptoberfläche.


Import einer  .stl Datei in die Slicer Software


Im ersten Schritt importierst du eine .stl Datei im Menü über Datei -> Öffnen. Nachdem die .stl Datei geöffnet ist, hast du verschiedene Möglichkeiten, das 3D Objekt in der Slicer Software zu bearbeiten. Du kannst zum Beispiel das Objekt größer oder kleiner machen. Ich will es zum Beispiel ein bisschen größer drucken.

Also trage ich 130% bei den Größeneinstellungen in der Slicer Software ein. Du kannst das  Objekt in der Slicer Software auch drehen. Also zum Beispiel um 90°. Du kannst es auch an eine andere Stelle verschieben auf der Oberfläche. Das geht ganz einfach mit der Maus. Die Bedienung ist in jeder Slicer Software relativ gleich gehalten, sodass du mit dieser Beschreibung jede Slicer Software bedienen kannst.

Du kannst aber auch sagen, das du das Objekt ein wenig höher haben möchtest, etwa 10 mm. Dann vergrößert sich das Objekt auch gleich entsprechend auf dem Vorschaubildschirm, wie es dann in echt ausgedruckt aussehen würde. Ebenso kannst du die Infill Einstellungen bearbeiten.


Das heißt, bei Infill kannst du zum Beispiel 70 % einstellen. Damit hast du später ein sehr festes Objekt, das von innen fast komplett mit Filament ausgefüllt ist. Mit einem Infill von 0 % hingegen wäre das Objekt zum Beispiel komplett hohl und eher für Deko-Gegenstände geeignet


Zweifarbiger 3D Druck

Es gibt auch die Möglichkeit, 3D Druck Objekte zweifarbig zu drucken. Um das hinzubekommen, wechselst du im z.B. im PrusaSlicer in die Einstellung, die sich "Color Print" nennt, wo sich verschiedene Filamente für deinen 3D Druck einstellen lassen.

Du kannst dich in der Slicer Software mit einem Regler durch die verschiedenen Ebenen des 3D Objekts bewegen. Wenn du zum Beispiel ungefähr bis zur Hälfte eine Filamentfarbe haben möchtest. Mit dem Klicken auf das Plus-Symbol fügst du den Farbwechsel hinzu.


Das fügt eine eine Anweisung in die .gocde Datei ein, das an einer bestimmten Stelle des 3D Drucks ein Farbwechsel stattfindet. Der Drucker hält an dieser Stelle an und du kannst ein neues Filament einlegen. Danach druckt der 3D Drucker automatisch mit der zweiten Farbe weiter.

Nun hast du das 3D Objekt zweifarbig gestaltet. Weitere Details dazu und, wie du mehrfarbig druckst, erkläre ich dir noch mal in einem eigenen Blog-Artikel. Das sollte jetzt nur keine kurze Erklärung dafür sein,, wie der zweifarbige 3D Druck im PrusaSlicer funktioniert.


3D Objekt slicen und  .gcode Datei erstellen

Nach dem Klick auf "slicen" berechnet die Slicer Software die verschiedenen Ebenen, die der Drucker am Ende drucken muss. Das dauert in der Regel einen kleinen Moment, bis die .gcode Datei durch die Slicer Software erzeugt ist. Da dieser Prozess sehr rechenintensiv ist, geht die Berechnung je nach Geschwindigkeit deines Rechners schneller oder langsamer.

Nachdem die Slicer Software alle Berechnungen vorgenommen hat, würde der angezeigte Druck bei meinem 3D Objekt 6:34 Stunden dauern.

Wenn du anschließend das Objekt drucken möchtest, klickst du nur noch auf "Export G-Code-Datei",  damit eine Datei erzeigt wird und auf einem USB-Stick oder per Netzwerkkabel an den Drucker übertragen werden kann. Der Austausch der .gcode Datei zwischen dem 3D Drucker funktioniert bei jedem Drucker ein wenig anders. Aber meistens geht der Austausch per USB-Stick oder microSD Karte.

 Ultimaker Cura / Slic3R / Simplify3D Slicer Software


In diesem Abschnitt möchte ich dir noch weitere Slicer-Software vorstellen, die vor allem dann relevant ist, wenn du keinen Prusa MINI besitzt, sondern einen anderen 3D-Drucker. Ans Herz legen möchte ich dir hier drei verschiedene Anwendungen.

Das ist einmal Ultimaker Cura. Darüber wirst du in diesem Abschnitt auch noch etwas mehr erfahren. zu diesr Slicer Software werde ich ein paar Funktionen vorstellen. Dann werde ich noch auf die Slicer Software Slic3R kurz erklären. Beide Programme sind übrigens kostenlos.

Und dann noch die Simplify3D für ca. 149 US-Dollar. Das Gute an dieser Slicing-Software ist, dass sie für sehr viele verschiedene 3D Drucker nutzbar ist.

Warum eine Slicing-Software? Und warum kann es sich lohnen, zum Beispiel auch für Simplify3D rund 150 $ auszugeben?

Slicer Software Funktionsumfang beachten


Das liegt vor allem daran, dass eine kostenpflichtige Slicer Software auch Profifunktionen an Bord hat. Denn, je tiefer du in das thema 3D Druck einsteigen möchtest, desto größer sollte natürlich dann am Ende auch der Funktionsumfang sein.

Der PrusaSlicer zum Beispiel bietet drei verschiedene Modi, 1. Einfach, 2. Fortgeschritten und dann noch den Expertenmodus. Cura hat zum Beispiel auch einen Expertenmodus.

Der Cura Expertenmodus ist sehr umfangreich und lernintensiv. Mit dieser Slicer Software musst du dich also sehr stark auseinandersetzen. Eine Alternative dazu ist das kostenpflichtige Simplify3D. Dafür ist es trotz des Funktionsumfangs aber auch etwas einfacher zu bedienen.

Slic3R als Alternative für Cura hat allerdings keinen Anfängermodus. Das sei hier erwähnt. Aber alle drei Slicer sind für Mac, PC und Linux verfügbar.

Vielleicht hier noch ein ganz kurzer Hinweis: Du brauchst, wenn du einen Prusa 3D-Drucker hast, nicht unbedingt die Prusa Slicer-Software zu benutzen. Auch Cura funktioniert mit dem Prusa MINI.

 Ich gehe gleich noch etwas genauer auf Cura ein. Ich erkläre dir ganz kurz die wichtigsten Funktionen und wie du mit diesem Programm loslegen kannst.


Slicer Software Download

Bevor du damit loslegst, hier aber noch ergänzend die Downloadlinks für die einzelnen Programme und wo du sie herunterladen kannst.

• PrusaSlicer: www.prusa3d.de/prusaslicer

• Ultimaker Cura: www.ultimaker.com/de/software
• Slic3R: www.slic3r.org
• Simplify 3D: www.simplify3d.com

Der Cura Slicer


In Cura ganz oben findest du erst einmal sämtliche Einstellungen, sobald du es installiert und  eingerichtet hast. Als erstes wirst du nach deinem vorhandenen 3D Drucker Druckermodell gefragt. Danach wird in entsprechender Größe auch das Druckbett in der Slicer Software dargestellt.

Danach kannst du das vorhandene Filament festlegen, entweder direkt über die Marke oder auch generisch. Als Beispiel habe ich einfach mal PLA ausgewählt.

Schau danach am besten erst mal nach links auf die Oberfläche. Du findest dort einmal die Einstellung für den Bewegen-Modus. Damit kannst du das Modell "anfassen" und über das Druckbett schieben und bewegen.

Wenn du das 3D Modell zum Beispiel verschoben hast und es aber doch eher zentriert haben möchtest, kannst du einfach einen Rechtsklick auf das Objekt machen und dann auf "Alle Modelle anordnen" klicken. Dann ist das 3D Objekt automatisch wieder zentriert.

3D Objekte mit der Slicer Software anpassen


Dann kannst das 3D Objekt noch entsprechend skalieren. Entweder über diese Fäden, die du bewegen kannst, oder einfach über die angezeigten Prozentzahlen am rechten Bildschirmrand.

Weiterhin kannst du noch das ganze Objekt drehen über diese erscheinenden Kreise am Objekt, die das Drehen in alle drei Dimensionen möglich machen.

Dann gibt es noch einen Modus zum Spiegeln eines 3D Objektes, wenn du das Modell in verschiedene Richtungen spiegeln möchtest.

Dann kannst du zum Beispiel auch den Support (Stützstruktur) hinzufügen. Wenn du diese grundlegenden Einstellungen vorgenommen hast, kannst du das 3D Objekt auch schon slicen.

Wenn du in Cura auf "Benutzerdefiniert" gehst, findest du noch weitere zahlreiche Einstellungen, die du machen kannst, wie zum Beispiel die "Duale Extrusion".  Wenn du zum Beispiel zwei verschiedene Extruder an deinem 3D Drucker hast oder zwei verschiedene Farben beim drucken benutzen möchtest ist diese Einstellung interessant.

Nach dem Klick auf "slicen" dauert es einen kleinen Moment, während die Slicer Software alles berechnet. Du kannst nun sehen, wie viel Filament du brauchst und wie lange die einzelnen Schichten zum drucken dauern.

Wenn du in Cura auf "Vorschau" klickst, dann kannst du noch in einen zweiten Modus wechseln, wo du dir die einzelnen Schichten vor dem eigentlichen 3D Druck anschauen kannst. Dort kannst du horizontal durch die einzelnen Druckebenen fliegen und dir nochmal alles anschauen.

Sobald du auf "Speichern auf Wechseldatenträger" klickst, wird das 3D objekt auf einem USB-Stick gespeichert, den du am Computer angeschlossen hast. Danach kannst du wie beim Prusa Slicer den USB Stick an deinen 3D Drucker anschließen und die .gcode Datei ausdrucken. 


Fazit


Wie du siehst, funktionieren die verschiedenen Slicer sehr ähnlich und wenn du einmal eine Slicer Software bedienen gelernt hast, kannst du auch eine andere Slicer Software sehr schnell bedienen.


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